17 Aug

Der Zabbe-Brunnen von Prof. Gernot Rumpf in Seckenheim muß erhalten bleiben

Einst wurde der Zabbe-Brunnen durch Prof. Gernot Rumpf gestaltet. Er steht für die “Puhlzabbe“, wie scherzhaft die Seckenheimer bezeichnet werden, weil den Seckenheimer Bauern Privilig erhalten hatten, die Mannheimer Gülle auf den Seckenheimer Feldern zu verarbeiten, um mit der Jauche das dortige Ackerland fruchtbarer zu machen. Vor rund 40 Jahren fand der Zabbe-Brunnen auf den Seckenheimer-Planken sein Zuhause. Heute kann man den Zabbe-Brunnen schon als eine Art Wahrzeichens Seckenheims ansehen. In den ersten Jahren wurde er noch betrieben, seit rund vier Jahren sprudelt kein Wasser mehr, und das Brunnenumfeld auf den Seckenheimer Planken mit seinem Fahrradunterstand sei in einem jammerlichen und verdreckten Zustand.

Mit der Neugestaltung der Seckenheimer Planken muß der Zabbe-Brunnen auf den Seckenheimer Planken weichen, dies wurde von Frau Steinmaßl seitens der Mannheimer Stadtverwaltung erst kürzlich im Rahmen der Präsentation zu den baulichen Maßnahmen der Seckenheimer Planken und dem Kiosk nochmals zum Ausdruck gebracht. Sie betonte weiter, dass außerdem keine Gelder für eine Umsetzung des Zabbe-Brunnens im Haushaltplan eingestellt worden seien. Stadtrat Nikolas Löbl zeigte sich als Versammlungsleiter überrascht und versprach auf der Versammlung am 27.7. in der Turnhalle der Werk- und Realschule Seckenheim für entsprechende Gelder im nächsten Haushalt zu sorgen, um die Gemüter der Anwesenden zu beruhigen.

Im Rahmen der Neugestaltung der Seckenheimer Hauptstraße und der Planken sei eine Verlegung des Zabbe-Brunnens “beschlossene Sache”, und bereits vor rund 15 Monaten habe die IG (Interessengemeinschaft Seckenheimer Vereine)auf Wunsch der Stadtverwaltung Vorschläge für einen neuen Standort unterbreitet. Seither habe es jedoch keinerlei Informationen oder verlässliche Aussagen über das weitere Vorgehen von seiten der Stadt mehr gegeben. Das keine Gelder im Haushalt eingestellt wurden, ist bezeichnend für das Vorgehen der Verwaltung im Planungsverfahren der Seckenheimer Planken. Es belegt einmal mehr, dass im Rahmen der Agenda zwar die Bürger angehört wurden, deren Einwände allerdings keine Berücksichtigung fanden.

Dass der Zabbe-Brunnen zu erhalten sei, das war unstrittig, lediglich über die Standortfrage war man sich nicht einig. Präsentationsveranstaltung und Ortstermin haben Jürgen Zink und Willi Pint von der IG-Seckenheim dazu bewogen, eine Folgebesprechung anzuberaumen. Ein offener Brief an Mannheims Stadtverwaltung, an die Mannheimer Landtagsabgeordneten und den Bezirksbeirat sollte formuliert werden.

Man war sich in der Versammlung am 3.8. einig, daß der Zabbe-Brunnen auf der Grünfläche am Badener Platz vor den Toren der Hammonds seinen neuen Standort finden könnte. Somit wäre ein Symbol geschaffen, das enstehende neue Wohngebiet in Seckenheim zu integrieren und eine Option gegeben, den Badener Platz zum Ort der Begegnung werden zu lassen. Wären die Seckenheimer Planken zum Platz der Begegnung und nicht zum “Busparkplatz” mit überdimensionierten Kiosk degradiert worden, hätte auch der Zabbe-Brunnen von Prof. Rumpf dort seinen ehrwürdigen Platz bekommen können.

2 thoughts on “Der Zabbe-Brunnen von Prof. Gernot Rumpf in Seckenheim muß erhalten bleiben

  1. Der Zabbe Brunnen ist das Wahrzeichen von Seckenheim ! Warum soll er entfernt oder verlegt werden ? Vermutlich gibt es ein Platzproblem bezüglich der Busparkplätze; Jedoch auf der Ecke wo der Brunnen steht, hat sicher kein Bus Platz und eine Strassen verbreiterung bringt dort auch nichts.
    Das Entfernen des Kioskes würde deutlich Platz schaffen. Den Kiosk kann man ohne Probleme im Parterre des alten Rathauses unterbringen. Eine preiswerte Sache und die Käufer stehen unter der Arkaden im Trockenen. Bei den entscheidenden Leuten scheinen jedoch teuere Blödsinn Bauten Vorrang zu haben. Das kann man deutlich mit der neuen Trauerhalle auf dem Friedrichsfelder Friedhof sehen. Kein Mensch nutzt Sie, das habe ich vor dem Bau schon Vorraus
    gesagt.

  2. Es is ja nicht zu glauben,wie ein Bezirksbeirat die Meinung zur Bestimmung des Zabbebrunnens trotz Mehrheit einfach nicht anerkennen will.Man muss ja,bei dieser Hartnäckigkeit zu dem Schluss kommen,wie es der MMorgen als Frage Sinngemäß aufgeworfen hat“Warum sträubt sich der Bezirksbeirat eigentlich so gegen den Wunsch derBürger? Dazu kann ich ja nur meine subjektive Meinung kund tun u.unterstellen.Für mich hat ein Bezirksbeirat,lass mich gerne belehren wenn es nicht so sein sollte,die Aufgabe,in dem Falle für die Se.heimer Bürgerschaft u.Mehrheiten einzustehen.Und diese Vehemenz des Bekämpfens läßt für mich nur einen Schluss zu.Lobbyismuss. Wenn nicht jetzt bald ein Umdenken stattfindet,zumal jetzt noch aus berufenem Munde die letzten Zweifel beseitigt sein müssten,werden sich noch mehr meiner Meinung anschließen.Warum,Weshalb u.wie so,sollte es anderst sein als des Bürgers Wille zu akzeptieren.? Zabbe Ahoi

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