15 Nov

Die Gewerbetreibenden in Seckenheim leiden unter einer mangelnden Parkplatzsituation

die Seckenheimer Gewerbetreibenden haben es immer schwerer – zum einen verspüren Sie den wachsenden Onlinehandel zum anderen haben die örtlichen Rahmenbedingungen stark zum Negativen verändert. Dabei sind Geschäfte für das Leben einen Ort wichtig, leider wurde dies vielfach so noch nicht erkannt und geschätzt. Erst wenn die Geschäfte Ihre Tore geschlossen haben, wird man Sie missen. Mit dem atelierhof 113 wurde in Seckenheim nahe der Seckenheimer Planken direkt im Seckenheimer Ortskern eine Oase geschaffen, die gerne von Kunden aus Seckenheim und den Nachbarorten besucht wird. Hier sind Geschäfte, die seinesgleichen Suchen. Passiflora mit Ihren Blumen und Gestecken, Elvira Treutler mit UNICO – das Haus der Marken und Manufakturen mit Handtaschen und Accessoires und Living mit modischer Damenbekleidung. Das Cafe/Bistro Maffine lädt zum Verweilen ein. Hier kann man bei einem Glas Wein oder einem Snack sich ausruhen. Im Sommer kann man den Innenhof durch eine Außenbestuhlung genießen.  Die Qualität der Geschäfte in  einem Vorort wie Seckenheim schwindet, wenn die allgemeinen Rahmenbedingungen wie ausreichend Parkplätze, gute Verkehrsanbindung und ansprechendes Ambiente nicht mehr gegeben sind. Leider hat sich da einiges verändert und dies nicht zum Vorteil. Dies sehen die meisten Gewerbetreibenden mit großer Sorge. Mit dem atelierhof 113 in Seckenheim sollte etwas Besonderes geschaffen werden. Mit dem derzeitigen Umfeld und Rahmenbedingungen wird dies nicht zu halten sein.

atelierhof113 Mannheim-Seckenheim

atelierhof113 Mannheim-Seckenheim

Der Wettbewerb durch die Onlinedienst macht es den Gewerbetreibenden zudem schwer. Wir müssen vorsichtig sein, dass Orte wie Seckenheim nicht verwahrlosen.

Mit dem Umbau der Seckenheimer Planken sind viele Parkplätze gestrichen worden. Nachdem viele Kunden des atelierhofs aus anderen Stadtteilen kommen, hat sich dies bereits gravierend auf die Umsätze der Gewerbetreibenden des Hofes ausgewirkt. Selbst durch die lange Bauzeit von fast 3 Jahren hatten die Gewerbetreibenden herbe Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Die Parkplätze längs der Hauptstraße sind zu schmal bemessen, die Anzahl wurde stark reduziert, sodass man heute die Geschäfte an den Seckenheimer Planken meist gar nicht mehr beliefern kann, wenn man nicht den fließenden Verkehr oder andere Verkehrsteilnehmer stört oder verkehrswidrig parkt. Für Fußgänger mit Kinderwagen oder Rollatoren ist es schwierig die Seckenheimer Hauptstraße durchgängig zu begehen. Die Verkehrsführung für die Fahrradfahrer im Bereich der Seckenheimer Planken ist nach wie vor eine Zumutung. In der Zwischenzeit sind schon mehrere Fahrradunfälle dort zu verzeichnen gewesen.

Eine neue Beschilderung auf den Seckenheimer Planken sorgt derzeit für zusätzliche Aufregung. Die Zufahrt zum Penny wurde zur Spielstraße erklärt, sodass ein Parken dort nur noch für Behinderte möglich ist, weil dies die einzige Fläche ist, die für Parken kenntlich gemacht wurde.

Seckenheimer Planken

Gasthaus Goldener Engel Mannheim-Seckenheim

 

Ansonsten wäre nur noch das ein und Aussteigen möglich oder das Be und Entladen von Fahrzeugen, mehr aber auch nicht, erklärt der kommunale Ordnungsdienst. Somit wird es künftig schwierig sein, die Geschäfte des atelierhofs überhaupt noch zu beliefern. Bei den Verantwortlichen der Verwaltung liegt uns bis jetzt noch keine Stellungnahme vor. Nach den Plänen und den Diskussionen vor dem Umbau der Seckenheimer Planken sollten hier 3 Parkplätze für Kurzzeitparker entstehen. Inzwischen ist einer davon zum Behindertenparkplatz gemacht worden und das soll sicherlich auch so sein, wenngleich dieser Parkplatz in den letzten 4 Jahren nach Fertigstellung von Behinderten kaum genutzt wurde. Alles andere ist nach der neuen Beschilderung für PKWs nicht mehr zu nutzen, so der kommunale Ordnungsdienst. Der Platz sein hier abgesehen von dem Behindertenparken lediglich für Fußgänger und Radfahrer freigegeben so würde das die zusätzliche Beschilderung zeigen.

Seckenheimer Planken

Penny Mannheim-Seckenheim an den Seckenheimer Planken

 

Die Schilder sind so positioniert, dass Sie kaum wahrgenommen werden auch nicht können. Von der einen seite sind die Schilder durch die Busse verdeckt auf der anderen Sie stehen die Schilder nahe einem Fußgängerweg.

Seckenheimer Planken

Seckenheimer Planken

 

 

Ungeachtet dessen bin ich fest überzeugt, dass weder ein Fahrradfahrer noch Autofahrer diese neue Verkehrsführung versteht. Da hier sowohl Bäume als auch entsprechende Fahrradabstellplätze die Durchfahrt versperren, kann dies keineswegs als sicherer Fahrradweg bezeichnet werden. Selbst die Fußgänger würden eher den Weg längs der Straße wählen. Die Fahrradfahrer kommen hier i.R. nie an, kaum einer quert den Fußgängerüberweg, sondern fährt längs der Straße. Somit hätte man sich eine Beschilderung sparen können.

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Fahrradstellplatz an den Seckenheimer Planken

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Im atelierhof113 haben die Geschäfte passiflora, Living, Elvira Treutler UNICO – das Haus der Marken und Manufakturen eine permanente Warenbelieferung von Versanddienstleistern (DHL,UPS, Speditionen), sodass hier eine Möglichkeit geschaffen werden muß, wie man die Warenlieferung für die Zukunft  gewährleisten will und kann.

Der Umbau der Seckenheimer Haupstraße und den Seckenheimer Planken kann keineswegs als glücklich angesehen werden. Für einen Platz der Begegnung hatten sich die Seckenheimer Bürger über Jahre eingesetzt, daraus wurde ein Platz vor dem Seckenheimer Rathaus, der heute fast ausschließlich für den Wochenmarkt genutzt wird. Realisiert wurde während der Bauphase vieles anders, als vorher besprochen und vieles ist heute unglücklich, wenn man dies genauer betrachtet, aber sei es drum. Inzwischen herrschen hier chaotische Verkehrsverhältnisse, der Kiosk ist hässlich und passt nicht ins Ortszentrum, die Toilette funktioniert meist nicht, die Seckenheimer Planken sind dreckig, die Mülkleimer sind unterdimensioniert, die Bänke verschmiert, die Kriminalstatistik ist an diesem Ort stark angestiegen, die Gebäude werden beschmutzt und bemalt, die Busse selbst sorgen für eine schlechte Luft.

Bereits vor Jahren wurde der Seckenheimer OEG Bahnhof als alternativer Standort für einen Teil der Busse genannt. Mit zu hohen Kosten wurde dies von den Verantwortlichen der RNV abgelehnt. Angeblich wäre das auch der Wunsch der Gewerbetreibenden gewesen, so heißt es bei der RNV. Unter heutigen Gesichtspunkten wäre dies sicherlich der richtige Standort nach dem die L597 und die neue Neckarbrücke zwischen Neckarhausen und Ladenburg jetzt kommen soll. Angeblich soll 2019 Baubeginn für die neue Neckarbrücke sein.  Die 2jährige Bauzeit von der Seckenheimer Hauptstraße und den Seckenheimer Planken hatte bewiesen, dass der Standort beim OEG Bahnhof als geeigneter zu bezeichnen ist. Hinzu kommt, dass die Umbaukosten sicherlich nur einen Bruchteil gewesen wären. Die Seckenheimer Planken wären als Platz attraktiv und vielfach u.a. auch als Parkfläche oder Platz für Festivitäten, Märkte… zur Verfügung gestanden. Ein Teil der Busse hätte man ähnlich wie in Schwetzingen längs des Platzes halten lassen können. Die Busfrequenz ist in den letzten Wochen nochmals stark angestiegen und wird mit der Anbindung von Hammonds weiter ansteigen. Heute mit der neuen Neckarbrücke wäre dies auch für die RNV sicherlich kostengünstiger und die Logistik einfacher zu regeln, wenn ein Teil der Busse verlagert werden würde. Dort draußen ist alles vorhanden Parkplätze, Raum für Kiosk … alles das, was in Seckenheim auf den Planken nicht zu finden ist.

Wichtig wäre, wenn für das beliefern der Einzelhandelsgeschäfte eine akzeptable Lösung gefunden würde.

 

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