24 Feb

Zabbe-Brunnen muß auf den Seckenheimer Planken bleiben

Seit Jahren kämpfen dei Seckenheimer für Ihren Zabbe-Brunnen. Händeringend haben Willy Pint und Jürgen Zink von der IG Seckenheim (Interessengemeinschaft Seckenheimer Vereine) nach Alternativmöglichkeiten gesucht. Erst war es der Stengelplatz, jetzt soll es der Badener Platz sein. Der Zabbe-Brunnen soll erhalten bleiben und funktionsfähig sein so die Forderungen der IG Seckenheim, der BdS Seckenheims und vielen Bürgern.

Die Tage des “Zabbe-Brunnens” im Ortskern von Seckenheim scheinen gezählt. Die Stadt ist beauftrag den Zabbe-Brunnen fachgerecht abzubauen, weil nach den neuen Plänen auf den Seckenheimer Planken nach dem Umbau kein Platz mehr dafür vorgesehen ist. Die RNV beginnt dieser Tage mit den vorbereitenden Arbeten, die Stadt hat einen Fachbetrieb beauftragt, die für den Abbau des Zabbe-Brunnens verantwortlich ist. Der Brunnen soll zwischengelagert werden, bis ein neur Platz gefuinden ist. Ursprünglich sollte der Zabbe-Brunnen seine Heimat auf dem Badener Platz erhalten. Nachdem nun auf Hammonds die Asylanten Einzug gehalten haben und die Situation sich auch in absehbarer Zeit sich nicht ändern wird, wird sich der Ausbau des Areals auf unbestimmte Zeit verzögern. Zu befürchten ist, dass mit dem Abbau der Zabbe-Brunnens ein Stück Seckenheimer Tradition zu Grabe getragen wird.

Dieter Fedel hat nun eine Initiative gestartet, um den Brunnen an Ort und Stelle zu erhalten. Fedel will mit seinen Stammtischbrüdern “Elvis-Campari”, die sich regelmäßig im Gasthaus “Goldener Engel” treffen, den Zabbe-Brunnen einer Grundreinigung unterziehen, anschließend soll er von einer Fachfirma abgestrahlt und wetterfest imprägniert werden. Lt. Dieter Fedel würde die Stadt dadurch 100.000 Euro sparen, die für eine etwaige Verlegung des Brunnens im Raum standen. Die “Stammtischbrüder” vom Gasthaus “Goldener Engel” würden den Brunnen in Ordnung halten und sich um die Sauberkeit kümmern. Ganz so einfach, wie sich Fedel das vorstellt ist es nicht, denn an Ort und stelle ist ein Betrieb des Brunnens so einfach nicht möglich, weil das Wasser mangels von Wasserabläufen in die Tiefgarage  des Pennymarktes laufen würde sowie die Pumpen und die Leitungen überholt werden müssen. Ungeachtet dessen, ist laut RNV (Rhein-Neckar-Verkehr) ein Umbau der Seckenheimer Planken ohne einen vorrübergehenden Abbau des Brunnens nicht möglich. Außerdem sein dort nach den Planungen ein Farradabstellplatz vorgesehen.

Mitte März beginnen nunmehr die Baurbeiten, so ist von der RNV zu hören. Schon jetzt beginnen die vorbereitenden Maßnahmen, die Bäume müssen gefällt werden, nach Abschluß der Baumaßnahmen sollen allerdings auf dem neu gestalteten Seckenheimer Rathausplatz 4 neue Bäume gepflanzt werden. Das dies vom Grünflächenamt der Stadt Mannheim genehmigt wurde, ist ein Wunder, wenn man bedenkt, welche Regularien dem Privatmann auferlegt werden

Die Umgestaltung der Planken und der barierefreie Einstieg für die Haltestelle Seckenheimer Rathaus ist heute Hauptthema der öffentlichen Bezirksbeiratssitzung im Siedlerheim, Schwabenstraße 70. Beginn ist 19.00 Uhr. Viele ähnliche Sitzungen haben stattgefunden, wo Stadtrat Nikolas Löbl anderslautende Meinungen zur Diskussion nicht mehr zulassen wollte. Umso ärgerlicher ist es für die Anrainer und die Investoren vom atelierhof 113, dass der Platz zu einem Busbahnhof geradezu degradiert wird und der historische Charakter des Platzes mit seiner Tradition zunichte gemacht wird. Hier ist ein Hof mit Wohnen und Arbeiten entstande, wo u.a. Elvira Treutler UNICO – das Haus der Marken und Manufakturen Ihre Heimat gefunden hat. Das Leitungsteam vom BdS-Seckenheim und auch Sie als Seckenheimer Geschäftsfrau haben lange gegen die derzeitigen Pläne Die RNV und Ihre Interessen mit einem neuartigen Kiosk und einem Busparkplatz in Ortsmitte haben sich mangels von Seckenheimer Bürgerbeteiligungen durchgesetzt. Sehr verwunderlich ist allerdings, dass dies vom Amt der Stadt Mannheim für Kultur und Denkmalpflege akzeptiert wird, dass Platz mit historischen Häusern und entsprechender Pflasterung Asphalt und modernen Bauwerken weichen muß. Der angrenzende Hunserück steht als Ensemble unter Denkmalschutz.

Zur Historie des Platzes der “Seckenheimer Planken” und dem Zabbe-Brunnen: 1982 wurde der Zabbe-Brunnen eingeweiht. Die Patenschaft wurde von den Zabbe, die Karnevalsabteilung des Sängerbundes 1865 e.V. Mannheim-Seckenheim übernommen. Der Zabbe-Brunnen wurde von Prof. Gernot Rumpf, Bildhauer aus der Pfalz entworfen und soll an die “Puhlzabbe” erinnern. Die Seckenheimer Bauern “veredelten” Ihr Äcker mit “Mannheimer Dreck”, sie leerten die Mannheimer Jauchegruben und kippten dies als Dünger auf die Felder. Somit ist der Zabbe-Brunnen ein Stück Dorfgeschichte Seckenheims und aus dem Zentrum des Ortes nicht wegzudenken. Rumpf ergänzte den Puhlzabbewagen, mit einem stolzen Hahn und Hühner mit blanken Brüsten und einem Zabbe, der als Sympathieträger im Mittelpunkt der Karnevallsgesellschaft steht, das sind die Zabbe eben, so Andreas Eder seit Jahren Sitzungsleiter der Zabbe.  Weil Holzplanken die ursprünglichen Obstbäume vom Viehfraß schützen sollten wurde der Platz wie in Mannheim “Seckenheimer Planken” genannt. “Planken” heißt der Platz, wie auch die Mannheimer Prachtstraße, weil Holzplanken die hier stehenden Obstbäume einst vor Viehfraß schützten.

 

 

 

 

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